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Fürchten Wiesn-Schausteller um ihre Existenz?

Fehlen beim Oktoberfest bald wichtige Fahrgeschäfte?

  • Macht eine neue EU-Norm Wiesn-Fahrgeschäfte teurer?
  • Fürchten sich die Schausteller in ihrer Existenz bedroht?
  • Werden heuer einige Fahrgeschäfte beim Oktoberfest fehlen?

Drei Fragen die sich nicht so leicht beantworten lassen.

Doch worum geht es dieser EU-Norm 13814? Die bereits durch die EU im Jahr 2005 beschlossene Verordnung zur Prüfung von Fahrgeschäften stellt die Sicherheit derer in den Mittelpunkt. Die „Welt“ titelte in einem Artikel vom 21.06.2016 „… die Horror Norm für Volksfeste“. Dies könnte in finanzieller Hinsicht durchaus zutreffen, denn bei der Umsetzung einer solchen Prüfung könnten schnell mal 100.000 Euro fällig werden. Bisher war Deutschland einen Sonderweg gegangen und hat den Fahrgeschäften bis zum Baujahr 2004 einen Bestandsschutz (inoffiziell) gewährt. Bislang waren solche Sonderprüfungen bei großen Fahrgeschäften nur alle zwölf Jahre erforderlich, bei kleineren alle vier bis sechs Jahre. Da es aber in Deutschland keine einheitliche gesetzliche Reglung gibt, könnten die Prüfungen häufiger stattfinden – also könnten viel höhere Kosten auf die Schausteller zukommen als bisher.

Beim Oktoberfest in München ist der „TÜV Süd“ die derzeit beauftragte Prüfstelle der Stadt München (Lokalbaukommission). Bereits in den 1960er Jahren wurde die Prüfungsorganisation beauftragt die Sicherheitsvorschriften für sogenannte „Fliegende Bauten“ zu überwachen. Zusätzlich zu den im entsprechenden Turnus stattfindenden Prüfungen findet die technischen Abnahmen 14 Tage vor der Wiesn statt. Etwa 20 Sachverständige sind laut TÜV auf der Theresienwiese im Einsatz – Ingenieure aus den Fachrichtungen Elektrotechnik, Bautechnik und Maschinenbau.

Das Oktoberfest Riesenrad

Bildquelle: Andreas Steinhoff – Wikipedia

Jedes Jahr bewerben sich ca. 1350 Betriebe um einen Platz auf der Wiesn. Zugelassen wurden im Jahr 2015 neben den 175 Schaustellern, 271 Marktstände, 144 Gastro-Betriebe und 16 Service-Einrichtungen. Durch ungeklärte Situation hinsichtlich zusätzlicher teurer Prüfungen sehen viele Schausteller derzeit in ihrer Existenz bedroht.

TÜV und Schausteller streiten sich derzeit tatsächlich noch vor Gericht. Anfang 2015 haben die Schausteller in erster Instanz vor dem Verwaltungsgericht gewonnen, allerdings hat der TÜV Revision eingelegt. Hier auch ein interessanter Artikel in der Süddeutschen Zeitung.

Ob Kettenkarussell , Achter- oder Geisterbahn, ob Free Fall oder Wilde Maus zum Oktoberfest 2016 ihre bekannten Plätze einnehmen, bleibt zu hoffen. Wir wünschen uns das der Streit bald beigelegt wird und das Oktoberfest 2016 nichts an Tradition und Glanz verliert.

Habt ihr schon an die Oktoberfest Tischreservierungen gedacht? Auf geht`s.

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