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Woher kommt eigentlich das Wiesnherz?

Woher kommt eigentlich das Wiesnherz (Lebkuchenherz) auf dem Oktoberfest?

Das Lebkuchenherz (vlg. Wiesnherz) auf der Wiesn hat mittlerweile schon einen Kultstatus eingenommen. Es ist eines der meistverkauften Souvenirs und kann auch beim Oktoberfest schon in personalisierter Form erworben werden. Doch woher kommt denn der Lebkuchen, warum ist er so beliebt und warum eigentlich „Lebkuchen“?

Woher hat der Lebkuchen seinen Namen?

Bei der Findung der Herkunft des Namens ist sich die Wissenschaft nicht ganz einig. Auf jeden Fall hat das „Leb“ im Lebkuchen nichts mit dem eigentlichen Leben zu tun, sondern leitet sich aus dem lateinischen „libum“ hab, was so viel bedeutet wie Fladen oder Opferkuchen. Dies könnte natürlich schon die Antwort auf unsere Frage sein, doch gibt es auch noch die Theorie, dass Leb aus dem Wort Laib, wie der Brotlaib, entstanden ist.
Die Herkunft der deutschen Namensvariation „Pfefferkuchen“ kann hingegen eindeutig zurückverfolgt werden. Da damals der Pfeffer eines der wichtigsten Gewürze war und es das Wort Gewürz noch nicht gegeben hat, wurden in den Zeiten des Mittelalters alle verschiedenen Gewürze als Pfeffer bezeichnet. Nachdem der Lebkuchen seinen einzigartigen Geschmack von Gewürzen bekommt, entstand schlicht und einfach der Name „Pfefferkuchen“.

lebkuchenherzen_350

Die Entstehungsgeschichte des Lebkuchens

Eine Art Vorläufer des Lebkuchens war der Honigkuchen, der vor allem in den römischen und ägyptischen Kulturen zu finden war. Die frühesten schriftlichen Erwähnungen des Kuchens können in das Jahr 350 v. Chr. eingeordnet werden. Der Honigkuchen war ein süßes Brot, das man vor dem eigentlichen Backen mit Honig beschmiert hatte um es geschmacklich zu verfeinern. Die Ägypter legten sogar ihren Verstorbenen etwas davon in die Grabkammer, damit diese, auf der Reise in die Unterwelt auch etwas zu essen hatten.
In der ungefähren Form, wie wir den Lebkuchen zu Weihnachten oder auf der Wiesn verspeisen, kam er um das 12. Jahrhundert auf. Die Erfinderbäckerei befindet sich in dem belgischen Dorf Dinant. Doch diese konnte das Rezept nicht lange geheim halten. Es gelangte schnell nach Deutschland, wo der Pfefferkuchen insbesondere in Klöstern gegessen wurde, auch aufgrund der langen Haltbarkeit und des guten Geschmacks. Mit den Jahren verbreitete sich der Lebkuchen im ganzen Land. Er fand seinen Weg nach Osteuropa, Skandinavien und in den englischsprachigen Raum. Das Gewürzgebäck gab es über die Jahre in vielen verschiedenen Variationen und noch heute gibt es eine große Vielfalt an Zubereitungsformen.

Münchner Oktoberfest Lebkuchenherzen

Die Lebkuchenherzen beim Oktoberfest in München sind eher aus der Not heraus enstanden. Der Münchner Bäcker Gustav Teschernich belieferte die Händler zunächst mit Schokoladenherzen, welche aber an warmen oder sonnigen Tagen gerne schmalzen. Der Abverkauf war mäßig. So kam der Bäcker, unterstützt durch seine Ehefrau, Anfang der 1980er Jahre auf die Idee Lebkuchenherzen als die heute bekannten Wiesnherzen zu kreieren. Ein voller Erfolg.

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